Streichen

Weiß, Rot, Blau oder Natur? So streichen Sie Ihr Gartenhaus!

Wind, Regen, Sonne, Frost: Ihr Gartenhaus ist der Natur ganz schön ausgesetzt. Damit es seine Pracht trotz aller Umwelteinflüsse über viele Jahre hinweg bewahrt, sollten Sie es regelmäßig mit einem Anstrich pflegen. Weil es für Laien gar nicht so einfach ist, sich in der weiten Welt der Anstrichmittel zu orientieren, haben wir hier die wichtigsten Informationen für Sie zusammengefasst. Die Farb-Experten von Kolorat.de haben zudem viele wertvolle Tipps rund um Lasuren und Farben parat. Und wenn es an das Streichen geht, kann mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung nichts mehr schiefgehen!

Warum das Gartenhaus streichen?

Warum es sinnvoll ist, das Gartenhaus mit einem Anstrich zu versehen, kann ganz einfach mit den zahlreichen Umwelteinflüssen erklärt werden, die auf das Holz wirken.

Ein Anstrich schützt das Holz-Gartenhaus vor Umwelteinflüssen.

Das sind die größten Risiken bei unbehandeltem Holz:

  • Feuchtigkeit: Regen, Tau oder Nebel führen zu einer Durchfeuchtung des Holzes und Holzschädlinge können sich darin ausbreiten. Außerdem quillt das Holz bei Feuchtigkeit auf, bei Trockenheit schwindet es wieder. Durch diesen ständigen Wechsel bilden sich Mikrorisse an der Holzoberfläche.
  • Sonneneinstrahlung: UV-Strahlen sorgen für den Abbau von Holzbestandteilen wie Lignin. Das Holz vergilbt mit der Zeit und dunkelt nach.
  • Holzschädigungen: Sowohl Bläuepilze und Schwämme als auch verschiedene Insektenlarven und Wespenfraß können unbehandeltes Holz befallen und dauerhaft schädigen.

Weitere Infos zu Eigenschaften und Pflege von Naturholz finden Sie übrigens in unserem Artikel zum Naturholz-Gartenhaus.

Was Sie vor dem Streichen wissen müssen

Bevor Sie Ihr Gartenhaus streichen, sollten Sie sich überlegen, welche Art der Holzbehandlung für Sie in Frage kommt. Soll die natürliche Holzmaserung bewahrt werden oder möchten Sie das Holzhäuschen mit einem Farbanstrich in Szene setzen?

Lasur, Öl oder Lack: Was eignet sich wann?

Holz-Lasur:

  • für Weichhölzer geeignet
  • schwache Pigmentierung
  • transparent
  • dunkle Farbtöne für höheren UV-Schutz

Holz-Lasuren sind dann ideal, wenn Sie die natürlichen Farben und Maserungen des Holzes beibehalten wollen.

Monja Weber und Sebastian Alt vom Farb-Fachhandel Kolorat sagen dazu:

„Die Lasur schützt das Holz wie Sonnencreme unsere Haut. Durch die Pigmentierung enthält eine Lasur einen UV-Schutz. Eine Lasur sollte alle zwei bis vier Jahre erneut aufgetragen werden.“

Wie oft die Lasur aufgetragen werden, muss hängt vom Standort des Gartenhauses ab. Noch einen wichtigen Hinweis geben die beiden Farb-Experten:

„Durch das Lasieren erhält eine Holzfläche einen eigenen Charakter. Ist eine Fläche einmal lasiert, kann nur der gleiche oder ein dunklerer Farbton gewählt werden. Aufhellen ist nur mit großem Aufwand möglich.“

Für Weichhölzer eignet sich eine Lasur, die die Maserung des Holzes durchscheinen lässt.

Ein Anstrich mit Holz-Öl macht Harthölzer wie etwa Lärche oder Teak widerstandsfähig und schützt sie vor Umwelteinflüssen.

Im Handel gibt es Tönungen, die sich nach der jeweiligen Holzart richten. Für die Produkte der GartenHaus GmbH benötigen Sie Tönungen für Weichholz.

Holz-Lack (= Deckfarbe):

  • hohe Pigmentierung
  • deckend
  • hoher, dauerhafter UV-Schutz

Mit einem Farbanstrich überdecken Sie die natürliche Holzstruktur. Der Schutz vor UV-Strahlung ist dabei wesentlich höher als bei Lasuren. Allerdings sind Farblacke empfindlicher als Öle und Lasuren.

Deckende Holz-Lacke gibt es in vielen verschiedenen Farbtönen.

Das sagen die Kolorat-Experten:

„Lack hat den Vorteil, dass einerseits bei älterem Holz eine gelungene Renovierung stattfindet und es andererseits eine große Farbauswahl gibt. Durch die hohe Wetterbeständigkeit wird das Holz über lange Zeit geschützt. Zudem können farbliche Akzente gesetzt werden. Möchte man die Fläche überstreichen, kann jeder helle oder dunkle Farbton gewählt werden.“

Übrigens: Für unsere Gartenhäuser verwenden wir ausschließlich hochwertige nordische Fichte, ein Weichholz, wodurch die Anwendung von Ölen hinfällig ist. Ob Sie eine Lasur oder eine Farblackierung vorziehen, ist dabei ganz Ihrem Geschmack überlassen.

Farbe für das Gartenhaus: Experten-Wissen zur Farbwahl

Wenn Sie sich dafür entschieden haben, Ihr Gartenhaus mit Farbe zu streichen, haben Monja Weber und Sebastian Alt noch ein paar Tipps für Sie.

Wetterschutzfarbe für den Außenbereich

„Für Holz im Außenbereich empfiehlt sich eine spezielle Wetterschutzfarbe. Diese greift die besonderen Eigenschaften von Lack auf und geht auf die speziellen Anforderungen von Holz im Außenbereich ein. Wie der Name schon sagt, ermöglicht Wetterschutzfarbe einen höchstmöglichen Wetterschutz. Zudem ist sie elastisch und lässt zu, dass das Holz weiter ‚arbeitet‘ (also sich verzieht, quellt und schwindet; Anm. d. Red.).“

Wetterschutzfarbe gibt es in allen Farbtönen.

„Der Anstrich kann jederzeit hell oder dunkel überstrichen werden“,

so Kolorat.

Diese Farben liegen im Trend

Das Team von Kolorat hat Farbtrends gut im Blick. Derzeit ist schlichtes Grau sehr beliebt. Wer auf einen deutlichen Farbtupfer im Garten Wert legt, kann sich an Schwedenrot oder Schwedenblau halten:

„Dazu passen besonders gut weiße Akzente an Fenstern und Türen.“

Rot und weiß – der Schweden-Look für Gartenhäuser liegt im Trend

Bei Lasuren liegen derzeit helle Farbtöne wie Kiefer hoch im Kurs.

Achtung bei Weiß auf rohem Holz!

Wenn Sie Ihr Gartenhaus aus rohem Holz mit weißer Farbe lackieren möchten, müssen Sie Acht geben: Es ist möglich, dass nach der Trocknung bestimmte Holzinhaltsstoffe austreten und die weiß gestrichene Fläche gelblich verfärben.

Um einen solchen Gelbstich zu vermeiden, empfiehlt Kolorat, die Fläche vor dem Streichen mit einer Grundierung zu versehen. Isoliergrund verhindert den Austritt des verfärbenden Harzes und dient gleichzeitig als Haftgrund.

Vor einem Anstrich in Weiß sollten Sie Naturholz grundieren.

Auch bei dunklen Farben sollten Sie das Holz zunächst imprägnieren und dann einen Isoliergrund auftragen. Dieser dient gleichzeitig als Haftgrund und sorgt dafür, dass die Farbe später nicht reißt oder sich ablöst.

Das Gartenhaus außen streichen – Anleitung in 5 Schritten

Nun geht es ans Eingemachte. Mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung gelingt es Ihnen ganz leicht, das Gartenhaus zu streichen.

Das brauchen Sie:

  • Klebeband und Abdeckfolie
  • Bürste oder Hochdruckreiniger
  • Schleifpapier
  • Pinsel: breiter, weicher Flachpinsel, ggf. Schaumstoffrolle
  • Grundierung, Farbe

Und wann ist der ideale Zeitpunkt zum Gartenhaus streichen?

Kolorat rät:

„Die Außentemperatur sollte über 5 Grad Celsius und das Holz trocken sein.“

Schritt 1: Abdecken

Kleben Sie Fenster und Türen vor dem Streichen mit Klebeband und Malerplane ab und breiten Sie auf dem Boden um das Gartenhaus eine Schutzplane aus.

„Sorgfältiges Abkleben mit geeignetem Klebeband sowie Abdeckmaterial schützt Boden und Fenster und minimiert die Reinigungsarbeit im Anschluss“,

erklären die Experten von Kolorat.

Schritt 2: Reinigen

Reinigen Sie die Holzfassade Ihres Gartenhauses vor dem Streichen mit einer Bürste.

Schritt 3: Abschleifen

Sobald das Holz sauber beziehungsweise trocken ist, bearbeiten Sie es mit Schleifpapier, um so alte Anstrichreste zu entfernen. Passen Sie auf, dass Sie den Staub nicht einatmen – eine Atemschutzmaske ist unbedingt nötig! Denn sonst lässt es sich nicht vermeiden die feinen Staubpartikel einzuatmen.

Monja Weber und Sebastian Alt raten außerdem:

„Bevor mit dem Anstrich begonnen wird, verschließen Sie eventuell größere Holzrisse und Fugen mit geeignetem Dichtstoff.“

Schritt 4: Grundieren

Wenn Ihr Gartenhaus bereits impräniert ist, sollte nun vor dem Streichen der Isoliergrund aufgetragen werden. Dieser sorgt für Halt und Langlebigkeit der Farbe.

Mehr Infos dazu finden Sie in unserem Magazinartikel „Die richtige Farbbehandlung für Ihr Gartenhaus".

Schritt 5: Streichen

Tragen Sie die Lasur oder den Farb-Lack mit einer Schaumstoffrolle aus dem Lackiererbedarf oder mit einem breiten Flachpinsel mit weichen Borsten auf. Gehen Sie dabei immer in Maserungsrichtung vor. Achten Sie darauf, dass die Pinselborsten auch gut in Fugen eindringen.

Tragen Sie den unterschiedlichen Schichten auf und lassen Sie sie ausreichend trocknen: Imprägnierung mindestens 24 Stunden, Lasur, Isoliergrund, Deckfarbe mindestens 12 Stunden.

Übrigens: Achten Sie auf die Himmelsrichtung – Außenwände, die nach Westen oder Süden gerichtet sind, sollten Sie zum besseren Schutz vor Wettereinflüssen mit drei Anstrichen versehen!

 

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